[IC] Akt 6: Weise Alte



kaigrass Post

Verfasst am: 05 Feb 2006 11:37
Aufbruch in Blacktop
"Mit den Pferden, die wir erworben haben, sollten wir in 3 bis 4 Tagen in Weidenlied sein.", meint Gilthas, der Stolz sein schweres Pferd führt. Auch Burth führt ein großes Tier an dem Zaumzeug. Für Dimble und Kognoskula haben sie zwei Ponys auftreiben können.

"Und Du bist sicher, Xiara, dass Du wirklich kein Pferd möchtest und auf Deine flinken Beine vertraust? Vielleicht überlegst Du es Dir nocheinmal, während die anderen die noch fehlende Ausrüstung kaufen."



Xiara Post

Verfasst am: 05 Feb 2006 12:31
“Wenn überhaupt, dann würde ich ein Pferd bevorzugen, was nicht gleich wegläuft, wenn mal etwas Unvorhergesehenes passiert. Aber auf Dauer ist es sicher sinnvoll, wenn ich mir auch eins kaufe. Vielleicht finden wir ja bei Gelegenheit einen Händler, der kampferprobtere Tiere anbietet. Wenn mich einer von euch unterwegs ab und zu ein Stück reiten lässt, kann ich mich auch schonmal an die Vorstellung gewöhnen. Ich muss gestehen, ich habe noch nicht sehr oft auf dem Rücken eines Pferdes gesessen, und vor allem nicht alleine.”



Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Feb 2006 15:47
Während der letzten Besorgungen, welche die Gefährten in Blacktop erledigen scheint Kognoskula besonders intensiv mit Nusper zu tollen. Immer wieder spricht sie in einer merkwürdigen vokalarmen Lautsprache zu dem Nagetier. Sie scheint Nusper nachzuahmen, denn die meckernden, zirpenden Laute der Ratte sind denen Kognoskulas sehr ähnlich...

Etwas merkwürdig kommt es dem Juwelenhändler dann doch vor, als Kognoskula nach dem Zählen der 399 Löwen auf dem Tresen sagt:
"Oha, ich habe mich um einen verzählt!
*zirrrrp-klacklackerdicklack-chrm*
"
Denn nach diesem vermeintlichen Räuspern der Halblingsdame krabbelt eine Ratte aus deren Rucksack - mit einem Goldlöwen im Mund. Nusper legt den Löwen zu den anderen auf dem Tresen.



dimble Post

Verfasst am: 05 Feb 2006 17:00
Auch Dimble tätigt einige Besorgungen und stockt die alchemistischen Vorräte in seinem praktischen Rucksack wieder auf. Ein Fremder würde dem Gnom seine Sorgen kaum anmerken, er verdrängt und überspielt sie weitesgehend. Doch seine Gefährten, die den Barden besser kennen, spüren, dass ihn die Situation belastet. Der fröhliche Gnom ist merklich nachdenklicher und ruhiger als sie ihn bislang kannten.

Dimble hört sich in Blacktop noch einmal ausführlich nach dem berühmten Vampirjäger Kenewor um. Viel wusste der Gnom noch nicht über den Mann, der den Teufelshuf einmauerte und von einer mächtigen Maschine bewachen liess. Auch interessiert ihn die Lage des Dunklen Waldes sowie jegliche Geschichten über diesen.
Einige Zeit verbringt Dimble im Tempel seines Patrons, Garl Glittergold. Vorsichtig informiert er sich bei den Priestern über Flüche und deren Auswirkungen, vor allem, wie man diese wieder brechen kann, aber ohne zu berichten, was auf ihm lastet, er gibt reine Neugier vor.



Kognoskula Post

Verfasst am: 05 Feb 2006 17:43
Während Dimble am Abend eine poetische Umschreibung des Kolosses in einer moderat temperierten Strophe anstimmt, fühlt Kognoskula sich inspieriert. Sie holt ihre Notizen heraus, sowie die Teile und Materialproben des Koloss.
Ein Dreadguard,... anspruchsvolle arkane Krarft ist von Nöten so etwas zu erschaffen... vielleicht kann ich mir zusammenreimen, wessen man als Schöpfer mächtig sein muss. Zunächst muss man die Metallteile mit perfekt eingepassten, arkanen Gelenken verbinden, dann muss das Programm erstellt werde,....
Kognoskula ist nach einigen Seiten voller Skizzen, Theorien und arkaner Symbole dabei bedächtig zu nicken.
"Aha."



Boldran Post

Verfasst am: 05 Feb 2006 18:13
Boldran verbringt die letzten Stunden vor ihrem Aufbruch allein in seinem Zimmer. Er betet viel und ruht sich ansonsten aus.

Vorher vergewissert er sich, daß es Sturm an nichts mangelt.

"Mein treuer Freund, bald werden wir aufbrechen. Mich deucht, daß mannigfaltige Gefahren auf uns warten. Ich werde alles versuchen, uns alle sicher und wohlbehalten dadurch zu bringen."

Boldran schlägt seinem Reittier noch ein paar mal in die Flanken und weist den Stallburschen höflich an, sich redlich um Sturm zu bemühen.



kaigrass Post

Verfasst am: 05 Feb 2006 19:54
Irgendwie scheint Dimble nicht ganz bei der Sache zu sein, denn den Antworten auf seine Fragen schenkt er kaum Gehör. Riesenhafte Dunkelelfen im Wald oder waren es Riesenelfen im Dunkelen Wald. Ach, egal. Es gibt wichtigeres.

Dimble begibt sich in den Tempel. Aber auch hier fühlt er sich nicht so recht wohl. Irgendwie gelingt es ihm nicht, die passenden Worte zu formulieren.

"Ich kann Euch nicht helfen, wenn ihr mir nicht euer Anliegen schildert.", bemüht sich der Tempeldiener um Dimble, aber dieser verlässt unverrichteter Dinge den Tempel. Das der Tag heute Wolken verhangen und regnerisch ist, nimmt der kleine Gnom fast wohlwollend zu Kenntnis. Es passt zu seiner Stimmung.



kaigrass Post

Verfasst am: 05 Feb 2006 20:01
Kognoskula schlägt unterdessen ihr Buch wieder zu. Im Prinzip scheint das bauen dieses Konstruktes nicht so schwer zu sein, ein geübter Rüstungsschmied müste das hinkriegen. Nur zum Animieren muss man wohl ein paar passende Zaubersprechen, die die Herstellung unterstützen und vorallem dem Konstrukt einen zu befolgenden Auftrag erteilt.


kaigrass Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 08:47
Zurück in der Heimat
Die Reise durch die Good Hills verläuft ereignisarm. Das schöne Wetter des Spätherbstes hat die Region mittlerweile verlassen, so dass die Tage von stetigem Regenfall bestimmt wurden. Bald wird der Winter kommen.

Das Wetter scheint aber Kognoskulas Stimmung nicht abträglich zu sein, denn mit jedem Tag kommen ihr die Hügel und Bäume bekannter vor. Unzählige Erinnerung an längst vergangene Tage aus ihrer Kindheit und Jugend ziehen vor ihrem geistigen Auge vorbei.

Ist es wirklich schon zwei Jahre her, dass ich von hier weggezogen bin?

---

Am Abend des dritten Tag ihrer Wanderung haben sie ihr Ziel zwar noch nicht erreicht, jedoch Unterkunft bei einer ebenso reifen Halblingsdame gefunden - Kognoskulas Cousine Glendoyola.

Einem reichhaltigen Mal folgt eine angeregte Unterhaltung.

"Nun erzähl' schon Cousinchen, was treibt Dich zurück in die Heimat? Wir hatten schon gehofft, Dein Erbe unter uns aufteilen zu können. Wissen Deine Kinder, dass Du kommst?"



Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 11:46
Kognoskula holt tief Luft bevor sie dazu ansetzt, die vielen Fragen zu beantworten.
"Meine liebe Glendoyola - wenn sich meine Kinder ihren Teil vom Gemüsegarten genommen haben, dann bleibt für Euch bestimmt auch noch der ein oder andere Apfelbaum übrig - sei versichert. Doch ..."
Kognsokula schüttelt herzlich lächelnd den Kopf
"So weit ist es hoffentlich noch lange nicht. Tatsächlich komme ich doch recht unerwartet zurück, meine liebe Cousine, und so wissen es auch die Kinder nicht - aber ich könnte darauf ein Bund Möhren verwetten, dass Beau es in den Sternen gesehen hat."

Nach einen gemütlichen Schluck Honigbuschtee fährt die Halblingsdame im Kerzenschein fort:
"Der Grund weswegen ich nun gar so unerwartet zurückkehre ist kein angenehmer. Wisset Glendoyola, wir haben es ja schon immer gewusst, doch ich kann es nun bestätigen - die Welt da draußen, jenseits der Good Hills, ist unberechenbar! Alles begann mit mit meiner Anstellung als literaturwissenschaftliche arkane Assistentin des großen Professors Melashur Shurga aus Jurnre. Und nun sitze ich hier, mit meinen Gefährten und auf der Suche nach den Vermächtnis eines Schwarzmagiers - im Wettrennen mit einem düsteren und enigmatischen schwarzen Reiters."
Kognoskula verfällt in eine unerwartete Plauderstimmung. Ihre sonst gewählten Worte weichen dem Vokabular eines Kaffekranzes, die Struktur ihrer Erzählung wird zu einem - gelegentlich durch ein staunendes "Ohh!" seitens Glendoyola unterbrochenen - Märchen, basierend auf der Wahrheit. Offenbar will Kognoskula hier nicht die ganze, schockierende Wahrheit in den Good Hills verbreiten, sie lässt das eine oder anderer gruselige Detail aus.

"...
Nachdem wir also dem vermeintlichen Urheber dieser Grabschändungen nach Südwesten gefolgt sind, und mit den fremdvölkischen Kobolden den Teufel eingefangen hatten erfuhren wir von den Hobgoblins nahe Blacktop - und wir hatten ja jene Schatzkarte!
...
mit einem mächtigen letzten Hieb nieder. Diesen niederträchtigen Fallen wird nun niemand mehr zum Opfer fallen. Sogar meine Pantoffeln kamen nicht ungeschoren davon. Die meisten Schätze, mit Ausnahmen eines edlen eflischen Schwertes, waren bereits gefunden worden. Aber auch wir wurden Opfer einer der Fallen in diesen Katakomben: Mein werter Freund, der allzeit fröhmütige Dimble, seines Zeichens Geschichtenhüter,...
" - Glendoyola klatscht in die Hände - "...Künstler, Musiker, Sprachgelehrter und Barde, wurde von einer seltenen, arkanen Krankheit befallen. Keine Angst sie ist nicht ansteckend - jedoch ist sie nur sehr schwer zu heilen. Und so suchen wir in dieser schweren Stunde den Rat des weisen Moatus von Tiefbach, meines einstigen Lehrmeisters."

Kognoskula nickt bedächtig
"Doch nun seid ihr dran, sag: haben sich Patrick ud Nicola bereits verlobt? Was ist aus der Schubkarre von der alten Mühle am Lilienbach geworden, nach dem Streit mit Bäcker Elmar? Ist es wirklich wahr gewesen dass Tante Ophelia im Steckrübenacker von dem Alten Caldamel Schnecken ausgesetzt hat, um bei dem jährlichen Steckrübenpreis den ersten Platz zu gwinnen?"
Die Halblingsdame entspannt sich sichtlich bei diesem Plausch um herrliche Nichtigkeiten - so kennt man sie kaum, doch die Geschichten die nun diskutiert werden hat jeder schon einmal gehört...



Xiara Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 12:13
Xiara genoss die schöne, friedliche Landschaft der Good Hills auf der Reise, und auch die stetigen Regenfälle störten sie wenig. Bei Gesprächen hielt sie sich weitestgehend im Hintergrund.

So sehr Kognoskula in Gesprächslaune verfällt, so schweigsam wirkt Xiara. Hier merkte die Waldelfin wieder, wie fremd diese Welt doch für sie war, und sie überließ es gerne den anderen, die Gespräche zu führen und sagte selbst nur wenig, wenn sie einmal angesprochen wurde, beispielsweise um sich vorzustellen.

Geduldig wartet Xiara ab und lauscht den etwas ausschweifenden Erzählungen, während sie selbst die Geschehnisse vor ihrem inneren Auge nocheinmal reflektiert. Es war schon einiges geschehen, seit sie aufgebrochen war, und es war noch lange nicht zuende.



kaigrass Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 20:13
Der weitere Abend verläuft wie erwartet. Während Kognoskula und Glendoyola fast die ganze Nacht verplaudern, verabschieden die anderen sich schon bald in die vorbereiteten und durch Kohlepfännchen angewärmten Betten.

Tiefbach
"Na, aber für ein Frühstück sollte doch noch Zeit sein. So weit ist Weidenlied nun auch nicht mehr." - "Du irrst Dich, Glendoyola. Wir werden erstmal nach Tiefbach ziehen. Ich möchte meinen Freunden meinen Lehrmeister Moatus vorstellen." - "Wie dem auch sei. Aber auch das kann nach dem Frühstück geschehen."

---

Auf dem Weg nach Tiefbach begegnen der Gruppe immer wieder gut gelaunte Halblinge, die Kognoskula grüßen und zum Großteil auch wiedererkennen. Bald, das ist sich Kognoskula sicher, wird die ganze Gegend wissen, dass sie wieder da ist.

Tiefbach ist eine Halblingssiedlung, wie sie im Buche steht. Die Häuser sind halb im Boden versenkt, was im Sommer Kühlung und im Winter Schutz vor den kalten Westwinden bietet.

"Das ist Moatus' Haus." Kognoskula deutet auf eine kleine runde Hütte, aus der gerade in diesem Moment eine jüngere Halblingsdame mit einem Stapel Bücher herauskommt. "Bist Du nicht Pamela? Das Mädchen, was immer alle Märchenbücher auf einmal ausleihen wollte?"

Die angesprochene wirkt etwas verlegen. "Äh, ja, Frau Besensammler. Aber jetzt darf ich, denn ich habe vor 2 Monaten die Stelle als Haushälterin für Herrn Moatus übernommen. Er kann sich doch nur noch so schwer rühren und verlässt kaum das Bett. Da muss sich jemand um ihn kümmern. Doch jetzt muss ich erstmal diese Bücher wegbringen. Die Lehrerin der Dorfschule wartet schon auf sie. Moatus hatte natürlich vergessen, mir das rechtzeitig zu sagen."

Und bevor Kognoskula etwas erwidern konnte, war die Frau schon um die nächste Hausecke verschwunden.

---

"So, da wären wir also. Ich bin ganz angetan von deiner Heimat.", sagt Burth aufrichtig. "Was meinst Du, sollten wir gemeinsam zu deinem Lehrmeister gehen, oder ist es wohl besser, wenn Du alleine mit ihm redest?"




dimble Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 20:16
Dimble blieb auch die Reisetage auffällig ruhig. Still ritt er auf seinem kleinen Pony. Sein treuer Esel trottete hinterher. Von der Halblingsdame lernte er weitere Worte ihrer Sprache, mit diesem Unterricht lenkte sich der Gnom so gut wie möglich von seinen trüben Gedanken ab. Jeden morgen, wenn er sich unbeobachtet wähnte, gleich nach seinem morgendlichen Mandolinenspiel, beobachtete er sich ausgiebig in seinem kleinen Spiegel. Besonders seine Zähne schaute er an. Ebenso überprüfte er seine Haut und seine Hände. Glücklicherweise waren noch keine Veränderungen zu bemerken.

Bei Kognoskulas Cousine angekommen lauscht er dem Gespräch der alten Damen interessiert. Es tat gut, unter normalen Leuten zu sein, die über normale Probleme und ein gewöhnliches Leben plauderten. Seine Sorgen kann er aber auch hier nicht völlig vergessen. In ihm wächst die Anspannung, was der baldige Besuch bei Kognoskulas Lehrmeister wohl ergeben würde.



Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 20:30
"Meine lieben Freunde, ich möchte meinen ehrwürdigen Lehrmeister nicht überfallen. Ich werde ihn Euch allen noch vorstellen - wenn er dies auch wünscht. Jedoch werde ich zunächst nur Dimble mit zu ihm nehmen. Ich empfehle Euch einen Platz im Herbstlaub von jener Ulme dort bei Moatus' Sonnenuhr am Wegesrand. Man sagt es habe eine beruhigende Wirkung - dort pfelgte ich damals stets mein Pausenbrot zu essen."
Kognoskula eilt zum Wegesrand und scheucht mütterlich zwei versteckte Kinder aus dem Laub.
"Na los ihr Balgen, gönnt Kognoskulas Gästen ein wenig Ruhe - und nicht mit Kastanien werfen!
So, Dimble lass uns nun zu Moatus gehen - fühlst Du Dich dazu imstande?
"



dimble Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 20:37
"Natürlich, Kognoskula. Meine Beine funktionieren noch ausgezeichnet.", scherzt Dimble. Doch selbst dieses Geplänkel geht nur schwer über seine Lippen. Hoffnung und zugleich Angst übermannen ihn. Hoffnung, eine Lösung seines Problemes zu finden. Angst, zu erfahren, dass es gar keine Lösung gibt. Wehmütig schaut er alle seine Gefährten noch einmal an, bevor er Kognoskula zum Haus ihres Lehrmeisters folgt.


Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 20:54
"Gut."
Kognoskula hakt bei Dimble ein und geht mit ihm zur Haustüre von Moatus.
"Denk daran, selbst wenn der Große Moatus nicht unmittelbar eine Lösung aus dem Ärmel schütteln kann - so wird er uns denoch Rat geben können was zu tun ist, und an wen wir uns wenden können. Es gibt nichts wovon er nicht schon einmal gehört hat!"
schwärmt Kognoskula.
An der Türe fährt Kognoskulas Hand über den massiven Querbalken, an dem das Klopfkupfer hängt. Als sie zusätzlich einige arkane Silben spricht offenbaren sich fein glitzernde Linien im Holz und Kognoskula nickt lächelnd. Sie rezitiert einige obskuren Formeln und Worte und die Türe öffnet sich mit einer beruhigenden, freundlichen Stimme, die von der Fussmatte zu kommen scheint:
"Ein willkommener Gast, er trete ein,
auf Tee und Pläuschchen, fein.
"
Kognoskula zwinkert Dimble frohlockend zu und tritt ein.



kaigrass Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 21:24
Der gewohnte Geruch alter Bücher vermengt mit dem Duft brennender Bienenwachskerzen erfüllt den Raum, dessen Wände von Boden bis zur Decke mit Büchern und Schriftrollen geschmückt sind. In der Mitte steht ein kleiner Schreibtisch, auf dem sich neben weiteren Büchern auch die Kataloge befinden, die Kognoskula seinerzeit zur Auflistung aller Werke angefangen hat. Nur eine kleine, halbmannshohe Tür führt aus diesem Raum hinaus. Gekonnt öffnet Kognoskula den versteckten Mechanismus, in dem sie erst auf eine lose Holzbohle im Boden tritt und dann gleichzeitig zwei Panele der Vertäfelung eindrückt. Die Tür schwingt auf und gibt den Blick in einen schmalen von magischen Fackeln beleuchteten Gang frei.

"Pamela,", dringt eine krächzende, schwache Stimme zu Kognoskula und Dimble hervor, "hast du an den Honigbeerensaft gedacht?"



Boldran Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 21:43
Boldran spricht während der Reise kein einziges Wort. Das Misstrauen, welches ihm seine Gefährten nun entgegen bringen, belastet ihn über alle Maßen.
Abundan klopft er Sturm aufmunternd in die Flanken. Es scheint aber fast so, als wollte der alte Mann sich vergewissern, daß ihm zumindest dieser treue Weggefährte geblieben ist.

Der Ritt durch das Land der Halblinge muntert ihn schliesslich ein wenig auf. Die Umgebung strahlt eine Ruhe und einen Frieden aus, den Boldran schon seit langer Zeit nicht mehr empfunden hat.
Und natürlich erinnert ihn die Umgebung an sein altes Leben als Bauer, eine Zeit, die solange vorbei zu sein scheint.

Doch die merkwürdige Stille und Niedergeschlagenheit, die von dem kleinen Mandolinenspieler ausgeht, weist Boldran darauf hin, daß neuer Ärger schon bald bevorsteht.

Mit einem Ächzen läßt er sich schlieslich wie geheissen vor dem Haus des alten Lehrmeisters von Kognoskula nieder



Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 22:02
"Moatus! Moatus! Ich bins, Kognoskula, Deine alte Schülerin!"
Kognoskula trippelt emsig in den Gang hinein, sie freut sich offenkundig und winkt Dimble ihr zu folgen.

Sie biegt einmal links und einmal rechts ab und rennt dann geradewegs durch eine vermeintliche Wand. Mit weit aufgerissenen Augen bleibt sie dann abrupt in einem recht kleinen Raum stehen. Vor ihr sitzt ein uralter kleiner Halbling in einem gemütlichen Schaukelstuhl mit einem enormen Manuskript, gebunden in Drachenleder vor sich, gehalten von einem kunstvoll geschnitzten Hirschgeweih verankert an der Wand. Er schaut auf. Aus seinem faltigem Gesicht lugen zwei funkelnde Augen auf Kognoskula. Gerade noch rechtzeitig bewegt sich seine linke Hand zu der Pfeife, welche unmittelbar aus seinem Mund zu fallen drohte. In der rechten hält er eine große Lupe. In seinem kleinen, zurückgezogenen Privatarbeitszimmer verbirgt Moatus nur die geheimsten und ältesten Werke, selbst Kognoskula war nicht oft in diesen vier Wänden. Eine Schlafcouch, eine kleine alchemische Asurüstung, zahllose einzigartige Ingredientien sind in Gläsern auf diversen Regalen aufgereiht, flankiert von vergilbten, vergessenen, verbotenen und einzigartigen Schriftstücken.

Kognoskula verbeugt sich tief und fällt letztelich dem verdutzten Magiermeister um den Hals, der noch immer den Kopf schüttelt. Sofort geht die Halblingsdame einen Schritt zurück und nickt schelmisch: "Schau, was ich gelernt habe!"
Begleitet von arkanen silben produziert Kognoskula ein kleines Stück Fleisch aus ihrer Tasche und lässt es in der Luft verpuffen. Eine geistartige, abgetrennte Hand erscheint schwebend in der Luft, sie trägt eine unwirklich schimmernde Kerze die ein warmes, merkwürdiges Licht abstrahlt. Stolz blickt Kognoskula zu Moatus, der nach einem beruhigenden Zug an der Pfeife anerkennend nickt während Nusper auf seinen Schoss klettert.

"Meine liebe Kognoskula, Du bist gesund, zurück und wie ich sehe Deinem Pfade erfolgreich gefolgt. "
Moatus lacht leise und wischt sich eine Freudenträne aus dem Auge.

"Wen hast Du denn da mitgebracht?"
Kognoskula macht einen Schritt zur Seite:
"Die ist mein geschätzter Freund und Gefährte auf vielen Abenteuern, das ist Dimble der gnomische Barde aus dem Herzogtum von Ulek."



dimble Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 22:11
Dimble deutet höflich eine Verbeugung an. "Es ist mir eine Freude euch kennenzulernen, Meister Moatus.", spricht er in der Sprache der Halblinge. Diese Worte spricht er fast perfekt, doch dem erfahrenen alten Mann entgeht nicht, dass sie wie auswendig gelernt erscheinen. Zwar in der hier üblichen Zunge, schließlich war Kognoskula seine Lehrmeisterin, aber nicht wirklich frei gesprochen. Moatus merkt, dass der Gnom seine Landessprache noch nicht richtig zu beherrschen scheint. Er erkennt aber, dass Dimble sich durchaus bemüht.


Xiara Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 22:20
Xiara geht inzwischen draußen zu der alten Ulme herüber, auf welche Kognoskula zuvor gedeutet hatte. Interessiert betrachtet sie das Laub am Boden und den ehrwürdigen Baum selbst.

Dann entschließt sich die Waldelfin aber doch, ein wenig in der Gegend umherzuspazieren, um die friedliche Landschaft auf sich einwirken zu lassen.



Kognoskula Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 22:43
Stolz auf Dimbles beinahe makellos besprochenen Halblingsworte nickt Kognoskula. Gebannt starrt die Halblingsdame dann auf das enorme Buch vor dem greisen Halbling, sie hebt die Hand.
"Moatus,... Eure Nemesis - ihr habt sie gefunden, sie existiert tatsächlich..." Kognoskulas Stimme wird ein Zischen.
Dimble kann die archaischen drakonischen Worte Codex Draconomicum Keicjannicarayasis auf dem Einband entziffern.
Nach einigen Minuten der Konversation über die arkanen Künste, die Familie und den Vorgarten auf Drakonisch, Halbling und Elfisch (jeweils den Sprachen, welche für das jeweilige Thema am besten geeignet sind) geht Kognoskula zum Schaukelstuhl.
"Moatus, es ist Zeit Dir den wahren, wahrhaft düsteren Grund meiner plötzlichen Rückkehr mitzuteilen."
Sie setzt sich auf eines der Schafsfelle auf dem Boden und deutet Dimble neben ihm Platz zu nehmen. Eine unsichtbare Kraft öffnet eine Schranktüre und serviert ein Tablett mit drei Gläsern gefüllt mit schwarzer, viskoser Flüssigkeit.
Moatus nimmt sich das nur halbvolle Glas: "Dunkelelfischer Spinnenblutwein, deliziös und rar - trinkt mit Vorsicht. Und nun erzählt was Euch auf dem Herzen liegt, meine liebe Kognoskula. Beau erzählte Pamela vor einigen Tagen das sie glaubte ihr würdet kommen. Wenn die Sterne es Wissen, dann wiegen die Gründe sicherlich nicht leicht, weswegen ihr hier seid."

Nachdem Kognoskula dem Gelehrten Moatus eine schnelle Version der vergangenen Geschehnisse erzählt, unterbricht er sie
",... und dann hast Du Deinen Freunden gesagt, sie sollen sich im Herbstlaub ausruhen um mich nicht zu überfallen? Na komm, ich will ein guter Gastgeber sein."
Nachdem eine unsichtbare Kraft ein besonders verstaubtes Band aus dem Regal gezogen hat, stützt sich Moatus auf die zierliche Kognoskula und die drei gehen in das Wohnzimmer, wo Kognoskula und Dimble Tisch, Stühle, Himbeerblütentee und Rosinenpastetchen bereiten.

Moatus lässt sich mühsam nieder "Dimble, setze Dich neben mich. Nu hol schon Deine Freunde herein, Kognoskula. Ich möchte mir die ganze Geschichte anhören, bevor ich nachzudenken beginne."
Der alte Mann legt seine Hand auf die von Dimble und blickt ihn mit einem beruhigenden, freundlichen Lächeln an.
Sofort eilt Kognoskula hinaus und ruft nach ihren Gefährten.



Boldran Post

Verfasst am: 06 Feb 2006 23:51
So ruhig und friedlich, wie schön, denkt sich der Alte und nickt bei diesem Gedanken beinahe ein, als ihn die Stimme der Halblingsdame aus seinen Gedanken reisst.

Mit einem weiteren Ächzen erhebt sich Boldran und folgt der Einladung in das kleine Haus.

Drinnen stellt er sich freundlich dem alten Halbling vor

"Mein Name ist Boldran vom Sperberhof. Ich diene dem Gott Heironeous und reise seit einiger Zeit mit eurer ehemaligen Schülerin."

Er verbeugt sich tief vor dem Weisen und nimmt dann Platz.



dimble Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 01:34
Dimble erwidert den Blick des alten Halblings. Moatus spürt Dimbles Unsicherheit, aber auch das Vertrauen, welches der Gnom in das Urteil des Halblings legt. Während Kognoskula die Gefährten holt, spricht Dimble zu Moatus:
"Ich möchte wieder dieselbe Freude ausstrahlen, wie noch vor wenigen Tagen und auch die positiven Reaktionen, den Applaus, das Lächeln in den Augen der Menschen spüren, wie das vor diesem Schickssalsschlag der Fall war. Dieses Ding...", der Gnom deutet auf den Stein, der an einem Lederband um seinen Hals baumelt, "...beherrscht mein Leben. Und die Hinweise sagen, dass alles noch viel schlimmer kommt. Diese ständige Angst ist kaum auszuhalten. Moatus, ich hoffe so sehr, das euer weiser Rat mir helfen kann." Eine Träne kullert über die Wange des Gnoms. Zum ersten Mal hatte er ausgesprochen, was er dachte. Zumindest ansatzweise. Seine Sorgen gingen noch tiefer, als er dem alten Halblig bislang verriet.



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 09:43
Moatus holt die Lupe hervor und blickt damit auf den Stein, der im Kerzenschein wieder ein rötliches Licht reflektiert.

"Ein prächtiger und geheimnisvoller Stein. Im Ashen Tower habt ihr ihn gefunden? Dann sind eure Befürchtungen nicht ganz unbegründet. Aber lasst mich warten, bis eure Gefährten versammelt sind, um die ganze Geschichte zu erzählen."

Während die anderen den Raum betreten und sich dem alten Halbling vorstellen, schickt dieser Kognoskula in die Bibliothek: "Hol mir bitte 'Die auführliche Geschichte der Good Hills' am besten Band 5 und 7.'

Mit den zwei schweren in Leder gebundenen Büchern vor sich liegend beginnt Moatus zu erzählen.

"Lord Neperchill war als guter Bogenschütze und Jäger bekannt, weshalb seinen wöchentlichen Einladungen zur Jagd auf seinem extravaganten Turm in mitten der Natur viele Aristokraten aus der näheren und weiteren Umgebung folgten. Es waren, so sagt man, immer rauschende Feste. Bis zu jener Nacht, als ein Fest zur Tragödie wurde. Der Turm brannte bis auf die Grundmauern ab und nur einige Diener überlebten. Den Schock der Erlebnisse noch in den Augen tragend, erzählten sie fürcherregende Schauergeschichten, in denen Lord Neperchill seine Gäste mit vergiftetem Wein gelähmt und ihnen dann ihre Kehlen aufgeschnitten hat, um ihr Blut in einem goldenen Kelch zu sammeln und zu trinken. Ein Gast nach dem anderen hat er sich so vorgenommen, bis einer der Adligen frühzeitig von den Drogen aufwachte. Ein Kampf entbrannte, in dem ein ausladender Kerzenleuchter umfiel und einen der größten und feinsten je hergestellten Elfenteppiche entfachte. Da das Innere des Turms aus edlen Hölzern gefertigt war, breitete sich das Feuer mit unglaublicher Geschwindigkeit aus und legte in kurzer Zeit, den ganzen Turm in Schutt und Asche.

Obwohl man den Dienern von offizieller Seite nicht glaubte und ihre Geschichten auf den Schock des Feuers und der qualvoll verbrennenden Adligen zu schrieb, hielten sich seit dieser schicksalhaften Nacht die Gerüchte, dass Lord Neperchil zu einem Vampir geworden ist. Diese Gerüchte breiteten sich fast ebenso schnell in der Gegend aus, wie das Feuer sich des Turmes angenommen hatte. Viele Jahre lang haben Reisende die Region um die jetzt Ashen Tower genannte Ruine gemacht. In dieser Zeit wurde auch wieder die Erzählung vom Verfluchten Wald, der Heimat eines bösen Orkshamanen, der die ganzen Pflanzen des Waldes zu lebensfeindlichen Kreaturen erzogen hat, verbreitet.

Und hier ist, wo euer Kenewor ins Spiel kommt. Kenewor war ein elfischer Ritter, der sein Leben der Jagd und der Vernichtung von Vampiren gewidmet hat. Er wagt es, alleine die Ruinen von Neperchills Turm zu untersuchen. Und so gelangt es ihm schnelle, die Wahrheit zu ergründen: Neperchill war in der Tat zu einem Vampir geworden. Ein heftiger Kampf entbrannte, den Kenewor nicht zu letzt wegen eines in vielen elfischen Geschichten erwähnten Schwertes names Anathalas für sich entscheiden konnte. Er barg alle noch intakten Wertgegenstände und brachte sie in die Zivilisation zurück, wo er sie unter den noch Lebenden Verwandten Lord Neperchills verteilte.

Hier hätte die Geschichte vermutlich aufgehört, denn Kenewor verließ die Good Hills. Doch einige Jahre später kehrte er wieder zurück. Was in der Zwischenzeit geschehen ist berichten andere Bücher und wir können es nur raten, aber sein Zustand war nicht mehr der selbe. Aus dem edelgekleideten, wachen Ritter war ein gebrochener Mann geworden, dessen Haut bleich und pergamentartig geworden war und dessen Augen Blut unterlaufen waren. Sein Verstand schien den Elfen verlassen zu haben, so dass er nur ein Schatten seiner selbst war. Er mußte sich von Führern zum Ashen Tower führen lassen, dem Ort seines größten Erfolges hier in der Gegend. Dort lebte er über ein Jahr. Nur selten verließ er die noch intakten Kellergewölbe. Seine Diener hatten Order ihm jede Woche neue Nahrung - vorallem Wein - zu bringen. Er ließ sich sogar Amboss und Schmiedeisen bringen.

Nach einem Jahr verschwand er, so plötzlich wie er gekommen war. Ein neugieriger Diene berichtet, dass von den Kellergewölben nur zwei zugänglich waren, der Rest wäre mit einer dicken Mauer versiegelt. Aus Unsicherheit über das Treiben des verwirrten Kriegers dort unten, stellte man keine weiteren Nachforschungen an, sondern begann die Ruine zu vergessen. Aber auch hier waren die Boten für Gerüchte schneller. Man berichtete von großen Schätzen, die Kenewor dort unten angehäuft hatte, vermutlich Überreste von Lord Neperchills Vermögen, die er nicht an die Verwandten zurück gegeben hatte. Die wertvollsten Dinge natürlich. Aber die Angst vor dem Wald und vor Vampiren schien stärker als die Gier der Schatzjäger zu sein. Auf jeden Fall gibt es keine weiteren Berichte mehr über die Ruinen des Ashen Towers."



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 09:52
Nach dieser langen Geschichte, wirkt Moatus ein wenig erschöpft, doch er gönnt sich nur eine kleine Pause - sehr zum Leidwesen von Pamela, die inzwischen zurückgekehrt ist und den Eindruck macht, als würde sie denken, soviel Aufregung sei nicht gut für den alten, gebrechlichen Mann.

"Aber ihr seid nicht gekommen, um Geschichten zu hören, die ihr selbst nachlesen könntet.", fährt Moatus fort, "Es geht um diesen Anhänger, den ihr in den Katakomben gefunden habt. Ich möchte eure Vermutungen nicht bestärken, aber leider kann ich sie auch nicht widerlegen. Zu wenig weiß ich über die Geschehnisse, die Kenewor in den fehlenden Jahren erlebt hat. Aber die Inschrift auf dem Schwert deutet sehr daraufhin, dass er den Anhänger für seinen Zustand verantwortlich macht. Flüche sind von schwieriger arkaner Natur, schwer zu erkennen, schwer zu verstehen und oft noch schwerer zu brechen. Als erfahrener und kluger Kämpfer wird Kenewor vermutlich alle ihm erdenklichen Möglichkeiten ausgeschöpft haben, sich damit auseinanderzusetzen. Aber dazu solltet ihr mehr über ihn herausfinden.

Sag Dimble, spürst Du irgendwelche Kräfte des Anhängers, die auf Dich wirken? Oder ist es mehr die Sorge, dass etwas mit Dir passieren wird, die Dein Gemüt trübt?"



dimble Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 11:26
Dimble lauscht den Erzählungen des alten Halblings aufmerksam. Geschichten der Good Hills, spannend, interessant. Würde er nur nicht selber eine Rolle in dieser Geschichte spielen, nicht diese Rolle. Auf Moatus Anfrage senkt er den Blick und schweigt für eine Sekunde, antwortet dann wieder gefasst:
"Körperliche Veränderungen habe ich noch keine entdeckt. Auch bin ich durchaus noch bei klarem Verstand. Aber ich kann mich nicht von dem Anhänger trennen. Wenn ich ihn in meine Tasche stecke, habe ich Angst ihn zu verlieren und hänge ihn wieder um meinen Hals."
Erneut senkt der Gnom betrübt den Kopf und gibt dann schweren Herzens zu:
"Sogar jetzt habe ich Angst, dass ihr mir meinen Anhänger wegnehmt."

Er versucht die Gedanken des alten Mannes weiter anzuregen, indem er das Aktvierungswort auf einen Zettel schreibt und zu ihm schiebt. "Als ich versuchte, den Stein zu identifizieren, gelang es mir nicht. Aber ich bekam eine Ahnung seiner Funktion. Wenn man diese Worte spricht erhält man für kurze Zeit die Widerstandsfähigkeit eines Teufels. Bislang habe ich aber nicht gewagt, sie auszusprechen. Ich habe Angst, dass das Ding dann noch mehr Macht über mich gewinnt. Was ich von diesem Orcus bislang gehört habe verschlimmert meine Sorge."



Xiara Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 11:34
“Sie... Frau... Ich glaube, Frau Besensammler sucht euch,” der kleine Halblingsjunge blickt die düster gekleidete Elfe mit großen Augen an, er hat wohl seinen ganzen Mut zusammennehmen müssen, um sie anzusprechen.

“Vielen Dank, Kleiner!” bedankt sich Xiara betont freundlich, und eilt daraufhin zurück zu Moatus Haus. Sie klopft zweimal und wird auch kurz darauf eingelassen.

“Guten Tag! Ich war noch ein wenig spazieren, ich dachte es dauert vielleicht länger. Eine schöne Gegend habt ihr hier. So... friedlich. Ich bin Xiara.”



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 11:41
"Ich bin keine Gelehrter der Äußeren Sphären, aber von dem über die Untoten herrschenden Dämonenprinz habe selbst ich schon gehört. Ihr solltet diese Worte nicht unbedacht aussprechen, denn es könnte eure Sicht der Dinge in Orcus Interesse ändern. Das könnte auch dazuführen, dass ihr eure Ideale und Moralverstellung umstoßt.

Wenn allerdings dieser Gegenstand tatsächlich von Orcus persönlich hergestellt wurde, gibt es wenig Hoffnung, das der Zauber eines einfachen Mannes, einen möglichen Fluch bannen kann. Und diese Angst, den Anhänger zu verlieren deutet in der Tat auf einen Fluch oder zumindest auf eine Einflussnahme auf eure Gedanken hinzudeuten."



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 11:44
Er jetzt bemerkt Moatus Xiara, die soeben zur Tür hereingekommen ist.

"Guten Tag. Ich bin Moatus. Wie ich schon euren Begleitern gesagt haben, Kognoskulas Freunde sind auch meine Freunde. Also setzt euch zu uns und genießt eine Tasse Tee, während wir weiter über eure Erlebenisse reden."

In kurzen Worten berichtet Burth Xiara, was Moatus bis her zu erzählen wußte. Desöfteren korrigiert ihn Kognoskula dabei.



dimble Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 11:56
Wenn allerdings dieser Gegenstand tatsächlich von Orcus persönlich hergestellt wurde, gibt es wenig Hoffnung, dass der Zauber eines einfachen Mannes, einen möglichen Fluch bannen kann., klingt es in Dimbles Kopf immer und immer wieder. Genau dies war auch seine Befürchtung gewesen. Bislang hatte er es aber geschafft, diese Gedanken zu verdrängen.


Xiara Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 11:56
“Vielen Dank für eure Gastfreundschaft.”

Xiara sucht sich einen geeigneten Sitzplatz und probiert dann auch den angebotenen Tee.



Xiara Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 12:02
“Hmm... ist es denn gut, wenn Dimble den Anhänger dann trägt? Vielleicht sollten wir ihn lieber sicher verstauen?”



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 12:33
"Was genau meinst Du mit 'sicher verstauen'?", fragt Burth die junge Waldelfe.


Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 12:51
Kognoskula nickt bedächtig zu dieser schwerwiegenden Frage seitens Burth.

Die Halblingsdame äußert nun ihren intuitiven Ansatz:
"Moatus, ich habe eine Intuition. Wenn Menschenhand es nicht vermag dem Hufe mit sterblicher Magie anzugehen. Vielleicht benötigen wir, um der Macht des Hufes etwas entgegezusetzen einen spirituellen Antipoden, einen arkanen Nordpol, einen Gegengewicht im Sinne des kosmischen Gleichgewichts - nicht geschaffen von sterblicher Hand."

Kognsokula schaut konspirativ und mit wedelnden Händen in die Runde, dann fügt sie salopp hinzu:
"Etwa einen Engelsflügel."



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 13:28
"Du hast mich missverstanden, gute Kognoskula. Ich habe keine Vermutung darüber angestellt, ob und wie man dem Teufelshuf Schaden zufügt. Vielmehr äußerte ich den Verdacht, dass ein Fluch eines Dämonenprinzen nur durch gottgleiche Magie gebannt werden kann."


Xiara Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 13:29
“Ich meinte das so, dass Dimble nicht weiter seinem Einfluss ausgesetzt ist. Vielleicht in einem Kästchen, oder... ihr kennt euch mit solchen Dingen besser aus als ich. Da gibt es doch bestimmt eine Möglichkeit. Vielleicht können wir ihn auch an einen heiligen Ort bringen, wo seine Kraft gebrochen oder zumindest im Bann gehalten werden kann.”



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 13:35
"Es scheint mir so, als hätte Kenewor genau dies im Sinn gehabt, als er den Teufelshuf in der Gruft des Ashen Towers versteckt hat", antwortet Burth, "Leider wissen wir nicht, ob es ihm geholfen hat."

"Außerdem, werte Xiara, dürft ihr nicht die Auswirkungen unterschätzen, die so eine Trennung auf Dimble haben könnte.", gibt Moatus zu bedenken.



Boldran Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 14:51
Boldrans Blick geht von einem zum anderen, während er sich redlich bemüht, dem Gesagten Folge zu leisten. Alles dreht sich um arkane und klerikale Dinge, Götter und Dämonen. Schnell verliert er den Überblick und sein Kopf tut ihm alsbald weh.

"Wenn ihr erlaubt...! Kann ich das so verstehen, dass Meister Dimble Gefahr läuft, zu etwas anderem zu werden, zu einem Vampir womöglich?
Und das wir ferner eine Möglichkeit finden müssen, diesen Teufelshuf mit göttlicher Hilfe zu vernichten?"


Er schaut die anderen fragend an.

"Warum wenden wir uns nicht an einen der Tempel. Die wissen sicherlich einen guten Rat."

Schnell verbeugt er sich in Richtung des alten Halbling.

"Damit will ich eure Weisheit in keiner Weise schmälern. Es lag mir fern, euch in irgendeiner Form zu beleidigen, verzeiht."



Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 14:55
Kognoskulas Miene wird zunehmend düsterer. Ein wenig mehr Ermutigung hätte sie sich erhofft. Plötzlich springt sie auf und marschiert zu Xiara.
"Lass mich einmal das Schwert...."
Schwungvoll zieht sie den funkelnden Säbel aus dem Halfter von Xiara und betrachtet ihn kurz gespannt. Dann legt die Halblingsdame die Waffe auf den Tisch und streicht mit der Hand darüber.
"Anathalas, wir benötigen Deine Hilfe. Der Kampf gegen Vampire und den Teufelshuf ist noch nicht zu Ende. Teile Dein Wissen mit uns."

Kognoskula spricht tatsächlich die Waffe an. Gilthas kann sich einem kurzen Grinsen nicht entziehen. Doch als er sieht dass alle anderen ernst dreinblicken, tut dies auch er.



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 14:57
Als jedoch auch nach 5 Minuten noch keine Antwort des Schwertes den Raum erfüllt, lächelt er wieder.

"Man sagt, Holz ist geduldig. Stahl offensichtlich auch."



dimble Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 15:04
Die Vorstellung, dass seine Gefährten den Gnom von seinem Teufelshuf trennen wollen, gefällt Dimble ganz und gar nicht. Er fixiert den Stein nun noch intensiver mit seinen Augen. Wie selbstverständlich ergreift er das Amulett und hängt es wieder um seinen Hals:
"Mein Gefühl sagt mir, dass alles nur noch schlimmer kommt, wenn ich diesen Stein abgebe. Ihn zu tragen ist eine große Last für mich, aber ihn nicht zu tragen wäre eine noch größere, an der ich zerbrechen würde."

An Boldran gewandt fährt er fort: "Ich stimme mit euch überein, wir werden weitere Meinungen einholen müssen und weitere Nachforschungen anstellen. Allerdings müssen wir bedacht vorgehen und uns nur an die vertrauenswürdigsten Personen wenden. Vielleicht hilft es uns auch weiter, wenn wir mehr über Kenewor herausfinden. So können wir einschätzen, welche Mittel er hatte und was er zu unternehmen versuchte, bevor er den Teufelshuf einmauerte."



Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 15:06
Kognoskula kramt eine makellose kleine weiße Perle aus ihrem Rucksack. Kurz darauf besorgt sie aus einem der vielen Schubladen einen großen Mörser und füllt ein Glas mit einfachem Tafelwein.
"Lasst mich zunächst diese legendäre Waffe untersuchen. Wer soviel Zeit mit Kenewor verbracht hat, der kann uns vielleicht weiterhelfen."
Mit diesen Worten beginnt sie die Perle zu Staub zu zermahlen. Letztendlich lässt sie noch eine Eulenfeder in das Glas segeln, dann setzt sie sich an die kleine Werkbank am Fenster.
"Ich werde mich beeilen."
Mit diesen Worten schüttet sie den Perlenstaub in das Glas und leert es in einem Zug.



dimble Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 15:15
"Eine gute Idee, Kognoskula. Ich bin gespannt, was du über Anthalas herausfindest."

Dimble wendet sich noch einmal an den alten Halbling: "Meister Moatus, in der kurzen Zeit ist es mir noch nicht gelungen, mehr über diesen Dunklen Wald, den Namensgeber der Klinge, zu erfahren. Habt ihr in euren Studien davon gelesen, oder gibt es ein Werk in eurer Bibliothek, welches mir weiterhelfen könnte? Selbst dessen Lage ist mir nicht bekannt, aber er sollte in der Nähe des Javan sein."



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 15:40
"Oh, ich dachte, dass hättet ihr bereits herausgefunden. Das wäre so ziemlich das erste nach dem ich mich erkundigt hätte. Der Dunkle Wald liegt in der Tat am Javan Fluss, nördlich von Hochoch, der Stadt am Realstrom. Es war die einzige Stadt der Grand Duchy of Geoff, die nicht in der Invasion der Riesen vor 12 Jahren gefallen ist. Von dort aus begannen die Befreiungskämpfe der vereinten Truppen von Geoff und der Grand March. Doch auch jetzt, mehr als ein Jahrzehnt später, kontrollieren die Riesen immer noch den Javan zwischen Oytwood und dem Dunklen Wald und das Hinterland Geoffs, einschließlich der drei großen Wälder. Zwar leben im Dunklen Wald einige Waldelfen, doch auch diese vermögen nur die östlichen Teile des Waldes zu sichern, der Westen gehört weiterhin den Riesen und ihren Handlangern, den Orks und Goblins. Von Sterich aus, ist man über die Stark Mounds bis fast nach Oytmeet vorgedrungen. Die Stadt selbst ist aber noch in fester Hand der Riesenklane. Ich habe glaube ich auch eine Karte einigermaßen, die ich euch zur geben kann. Ich werde sie herraussuchen."

Nur wenig später kehrt er mit einer großen Pergamentrolle zurück, die er auf dem Tisch ausbreitet.



"Hier, dort seht ihr es."



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 16:03
Dann wendet sich Moatus an Boldran, dem offensichtlich nicht ganz wohl bei den verwirrenden Erzählungen ist. "Ich denke, das ist sicher eine gute Idee. Auch ich erbete oft Gottes beistand. Doch jetzt greift zu, Pamelas Kekse sind wunderbar."

Er nimmt das Tuch von der Schale ab, die Pamela so eben hereingebracht hat und schiebt die Schale etwas in Boldrans Richtung.



Xiara Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 16:23
“Also suchen wir einen Tempel auf, dem wir unser Vertrauen schenken können, und anschließend versuchen wir auf die Spur dieses Elfenritters zu gelangen, um mehr über seine Forschungen zu erfahren?”



Boldran Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 16:25
Hm, ein paar selbstgebackene Kekse...

Boldran lächelt, zum ersten Mal seit langer Zeit.

"Habt Dank, da kann ich nicht nein sagen."

Er nimmt sich 2 Kekse. Einen verspeist er sofort.

"... der andere ist für harte Zeiten" meint er grinsend.



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 19:57
"Sag' mal Moatus, wie lang ist es eigentlich her, dass Kenewor hier in der Gegend gesehen wurde? Lebt er vielleicht noch?", fragt Kognoskula ihren Lehrmeister.

"Zum letzten Mal hier in der Gegend wurde er vor etwas mehr als 100 Jahren gesehen. Damals hatte er noch kein für Elfen reifes Alter erreicht, so dass er durchaus noch leben könnte. Jedoch denke ich eher, dass seine geistige und nicht seine körperliche Verfassung dafür ausschlaggebend ist."



Xiara Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 20:07
“Zumindest lagen einige Jahre zwischen seinem Kampf gegen den Vampir, und seiner Rückkehr, bei der er so merkwürdig verändert war. Und selbst dann war er zumindest noch in der Lage, den Teufelshuf abzulegen und ihn einzuschließen. Es bleibt also zu hoffen, dass wir auch noch einiges an Zeit haben, um das Übel abzuwenden. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir uns Zeit lassen können. Hinter die Geschichte des Teufelshufs zu kommen, und Dimble von ihm zu befreien, ist ab jetzt unser oberstes Ziel.”



Kognoskula Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 21:18
Kognoskula tänzelt auf einmal aufgeregt zurück zum Tisch, doch gerade als sie anfangen will zu sprechen erblickt sie die Kekse - und ergreift umgehend einen um ihn prompt zu vertilgen.
"Hervorragende Kekse,...
Freunde ich habe die Geheimnisse des Säbels Anthalas entdeckt.
Cala'aina!
"
Kognoskula spricht diese eflischen Worte mit aller Würde die sie finden kann. Die Wafe beginnt in einem warmen Grünton zu schimmern - ja sogar zu leuchten wie eine Fackel.
"Diese Waffe ist ein wahrer Vollstrecker gegen die Mächte der Finsternis. Ihre Klinge ist über die gewöhnlichen Maße magisch geschärft, doch ihre wahre Kraft entfaltet sie erst wenn sich Wesen das Böse nähert. Wandelnde Tote vermag es aufzuspüren und zu zerhacken, als würde man gleich zweimal zuschlagen - und trifft man auf einen Dämon oder gar einen Teufel oder dergleichen, so schmettert sie mit noch größerer Gewalt hernieder."
Bewundernd schwingt Kognoskula Anthalas hin und her.

"So werden wir also in den Spuren Kenewors wandeln um herauszufinden was zu tun ist. Zudem werden wir eine vertrauenswürdigen Gottesdiener zu Rate ziehen. Ist dies auch Dein Rat, Meister Moatus? Wen empfiehlst Du uns?"



kaigrass Post

Verfasst am: 07 Feb 2006 21:34
"Nun, der Priester meines Vertrauens ist - wie du weißt - Vater Martin. Seid 30 Jahren sorgt er nun schon für diese Gemeinde. Aber was ihr braucht, ist ein Priester, dessen Fähigkeiten über das Pflegen eines Kräutergartens am Schrein der Gesegneten hinausgehen. An eurer Stelle würde ich nach Cryllor gehen, dort findet ihr viele Gelehrte und gläubige Männer und Frauen. Wem ihr davon vertrauen könnt, kann ich leider nicht sagen."


dimble Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 10:08
Die Entschlossenheit von Xiara und Kognoskula lässt Mut in Dimble aufkeimen. Die Waldelfe sprach wahr, es blieb noch Zeit, um sein Schicksal selber in die Hand zu nehmen. Zumindest wollte der Gnom nichts unversucht lassen.
Kognoskulas Erkenntnissen über die Klinge Kenewors hört er mit Interesse. Ohne Zweifel war der Elf ein erfahrener Mann. Aber er hat alleine versucht, gegen den Teufelshuf anzukämpfen. Während ich treue Gefährten habe, die mir in dieser schweren Stunde zur Seite stehen., denkt der Gnom bei sich.

Den Plänen der anderen kann er nur zustimmen:
"Ich bin ebenfalls dafür, zunächst in Cryllor weitere Informationen zu sammeln und dann auf Kenewors Spuren zu wandeln. Ich bin froh, dass ihr mir zur Seite steht. Aber ich mache mir auch Sorgen, dass wir meinetwegen die Spur des Schwarzmagiers völlig verlieren. Obwohl es mir scheint, dass wir diese so oder so verloren haben. Ich sehe keine weiteren Anhaltspunkte. Ich glaube fast, diese Holzmünze war eine Finte, um seine Verfolger in die Irre zu führen. Das hat er erfolgreich geschafft."



Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 15:55
"Eine Finte,... ich wüsste nicht, von welcher Spur wir abgelenkt wurde... aber das ist natürlich möglich.

Dann schlage ich vor wir erholen uns hier in meiner Heimat ein paar Tage und sammeln Kräfte und Wissen. Dann brechen wir nach Cryllor auf. Natürlich seid ihre alle meine Gäste in Weidenlied - es ist ein Zimmer für jeden da. Und mit einiger Improvisation sind die Betten auch groß genug für alle.
"
Kognoskula blickt ihre Gefährten fragend an.



dimble Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 17:36
Dimble lächelt die Halblingsdame an: "Kognoskula, ich verstehe, dass du dich nicht sofort wieder von deiner Heimat trennen wilst, wo du nach so langer Zeit wieder hier bist. Deine Kinder werden dich auch bestimmt nicht sofort wieder gehen lassen wollen."

Nach einer kurzen Pause fährt er dann entschlossen fort:
"Aber dennoch, ich kann hier keine Ruhe finden. Deswegen werde ich bald wieder aufbrechen, um in Cryllor Informationen zu sammeln. Dies wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, ich werde gründlich recherchieren. Ich fürchte ich kann mich nicht nur auf Geschichten verlassen, sondern werde selber Bücher wälzen müssen."

Er schaut in die Runde und spricht weiter:
"Darum schlage ich vor, wir treffen uns in Cryllor wieder. Oder ich kehre zurück nach Weidenlied, sollte ich dringende Neuigkeiten haben. Es scheint kein allzu weiter Weg zu sein in diese große Stadt."



Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 17:55
"Nun, das klingt wie eine gute Idee.
Ihr alle seid jederzeit mein Gast in Weidenlied, für jeden von Euch wird jederzeit ein Zimmer bereit sein, am Abend ein gewärmtes Bett warten und am Mittag ein große Portion Gemüseeintopf bereitstehen.

Ich muss meine Gedanken ein wenig ordnen, Schriftrollen vorbereiten, Zauber studieren, einige arkane Lemmata mit Meister Moatus diskutieren und natürlich meine Kinder besuchen. Eine Woche halte ich für angemessen.

Die Reise nach Cryllor ist sehr angenehm, ihr könnt ausschlafen und noch nach einem ausgiebigen Frühstück losziehen, und ihr erreicht die Stadt noch eine gute Stunde vor Einbruch der Dunkelheit - lange bevor die Tavernen und Gasthäuser ihr Tore schließen. Mit einem Pony seid ihre vielleicht noch schneller.
"

Herzlich nickend schaut Kognoskula in die Runde.



Gilthas Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 19:24
Während der Reise zu Moatus hat sich Gilthas immer ein wenig abseits von Dimble gehalten. Es scheint er traut dem Gnom nicht mehr so ganz seit dieser verflucht ist.

In Moatus Hütte hat Gilthas die ganze Zeit schüchtern in der Ecke gesessen. Erst als Kognoskula davon redet eine ganze Woche hier auf dem Land zu bleiben, nimmt er an der Unterhaltung teil.
"Das weite Land ist zwar schön, aber mit einer richtigen Stadt kann es natürlich nicht mithalten. Wenn es euch, Dimble, also nichts ausmacht, werde ich euch gerne in die Stadt begleiten."

Als er diesen Satz gesagt hat, möchte er ihn am liebsten wieder zurücknehmen. Was habe ich getan? Ich alleine mit dem verfluchten Dimble, der sich jederzeit in einen Vampire verwandeln kann.

Kläglich versucht er die Situation zu retten. "Äh, Boldran, wollt ihr uns nicht auch in die Stadt begleiten, Halblingshäuser sind doch viel zu klein für einen Mann eurer Statur."



Kognoskula Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 21:13
Kognoskula empfindet das beinahe etwas unhöflich, doch sie erwidert freundlich bemüht:
"Oh, vielleicht ist die eine oder andere Türschwelle etwas beulengefährlich. Jedoch sind die Zimmer, wie ihr hier seht, sehr geräumig, und das Schöne an meiner Heimat sind doch die rollenden Hügel, die Landluft und die Seelenruhe die man hier findet."
Kognoskula seufzt vor Entspannung.
"Entscheidet Euch ganz nach Eurem belieben.

Meister Moatus, hast Du in den nächsten Tagen etwas Zeit für einige wissenschaftliche Diskussionen? Mein Geist ist gereift und meine arkanen Fähigkeiten gewachsen, ich benötige ein Mentorium.
"



kaigrass Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 21:37
"Aber natürlich, Kognoskula. Auch ich halte es für eine gute Gelegenheit, sich dem Problem von verschiedenen Seiten zu widmen. Nur seid vorsichtig in Cryllor, eine große Stadt ist nicht ohne Gefahren. Vorallem, wenn man nach Informationen sucht."


Boldran Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 23:33
Ein paar Ruhe werden mir gut tun, ich freue mich darauf meine Rüstung ablegen zu können und....

Dann vernimmt Boldran die Warnung des alten Halblings und sofort wird er wieder hellwach.

"Wenn ihr die Stadt für gefährlich erachtet, Meister Moatus, dann werde ich natürlich mitreiten. Doch dies hat seinen Preis."

Vorsichtig greift er nach einem weiteren Keks.

"Mit eurer Erlaubnis..."



kaigrass Post

Verfasst am: 08 Feb 2006 23:54
"Den Preis zahle ich gerne. Ich werde Pamela bitten euch eine Schachtel für die Reise mitzugeben.

Jetzt möchte ich mich von Euch verabschieden. Das Gespräch war schön, aber auch lang und anstrengend für mich. Ich brauche jetzt etwas Schlaf. Und ich nehme an, Kognoskula möchte endlich auch zu ihrer Familie. Und die paar Meilen dorthin müsst ihr ja auch noch hinter euch bringen. Ich freue mich schon darauf euch irgendwann mal wieder zu sehen."


Nach dem Moatus seinen Gäst Zeit gelassen hat, sich zu verabschieden, zieht er sich in sein Zimmer zurück.



Kognoskula Post

Verfasst am: 09 Feb 2006 00:01
Kognoskula muss nach einem kurzen Schock loskichern. Mit Freude sieht die Halblingsdame wie in Boldran Humor erwacht ist.

"Na dann seid aber zumindest heute Abend alle meine Gäste! Kommt wir wollen heute Abend ein Festmahl schlemmen, das ist gut für die Seele! Ich gehe gleich noch bei den Tosscobbles vorbei und frische Erdäpfel und einen Truthahn holen... und noch Erbeeren für die flambierten Carameltörtchen!"



Xiara Post

Verfasst am: 09 Feb 2006 09:34
“Ihr habt hier nicht nur eine schöne und friedliche Gegend, sie scheint auch offenkundig positiven Einfluss auf das Gemüt zu haben,” bemerkt Xiara. “Ein guter Ort, um unsere Suche nach einer Heilung für Dimble zu beginnen.”

“Ungeachtet dessen halte ich es nicht für ratsam, wenn Du ganz alleine loszieht, Dimble. Es sollte zumindest jemand in der Nähe sein, immerhin wissen wir nicht, was der Teufelhuf genau bewirkt, und wir möchten Dich nicht an ihn verlieren.”



kaigrass Post

Verfasst am: 09 Feb 2006 22:30
"Okay,", beginnt Burth, als sie wieder draußen vor Moatus' Haus stehen. "Dann werden Xiara und ich Kognoskula begleiten und ein paar Tage in Weidenlied verbringen. Ich könnte etwas Erholung vertragen und möchte unendlich gerne den Ort, dessen Namen ich mir angeeignet habe, kennenlernen. Und Xiara möchte wahrscheinlich die Natur hier noch etwas genießen, bevor wir wieder in eine Stadt müssen. Und ihr drei macht euch morgen auf den Weg nach Cryllor. Heute begleitet ihr uns aber noch und lasst uns noch ein gemeinsames Abendmahl einnehmen."

Unter wieder leicht einsetzendem Reden bricht die Gruppe mit ihren Reittieren nach Weidenlied auf.



kaigrass Post

Verfasst am: 10 Feb 2006 15:59
Der Weg teilt sich
Der Empfang im Hause Besensammler war überschwänglich und unvergleichbar mit allem, was Boldran, Burth, Dimble, Gilthas oder Xiara bisher erlebt hatten. Aus diesem Grund fällt es Boldran, Dimble und Gilthas auch etwas schwer bereits am nächsten Morgen Abschied von dieser Idylle nehmen zu müssen. Mit einem großen Korb voller Halblingsleckereien machen sie sich auf den Weg nach Westen

Hier geht's nach Cryllor.

Derweil machen Burth und Xiara sich es in Kognoskulas Heimat gemütlich. Die Sonne auf der Terasse genießend wendet Burth sich an seine beiden Begleiter: "Was habt ihr die nächsten Tage so vor? Und wann denkt ihr sollten wir uns auch auf nach Cryllor machen, wenn wir bis dahin nichts mehr von den anderen gehört haben?"



Kognoskula Post

Verfasst am: 10 Feb 2006 21:41
Herzlich, natürlich und mit dem liebenswerten Halblingsakzent der Weidenliedler verabschieden sich Alton, Charmaine, Cade, Verna, Seraphina, Beau und Patrick - und Kognoskula lächelt stolz ob ihrer wohlerzogenen Kinder. Alton und seine Frau haben für Boldran, Gilthas und Dimble jeweils einen Weidenkorb Verpflegung geschnürt - und jedem einzelnen haben sie ein kleines persönliches Extra hinzugefügt. Natürlich haben sie Pamelas Kekse bei Boldrans Korb nicht vergessen, er findet aber auch noch ein großes Blatt duftendes Herbstlaub von der alten Ulme in Tiefbach. Für Dimble haben sie einen erlesenen Eiswein aus dem legendären Sonnensommer des Jahres 593 eingepackt - dem Jahr in dem Kognoskula auszog, als Gilthas neugierig die bestickte Leinenserviette auswickelt findet er ein ordentliches Pfund schmackhaftes Mandel-Rosinen Magenbrot, handgemacht von der Konditorschülerin Seraphina.

Am ersten Tag unternimmt Kognoskula mit Xiara, Burth, Patrick und Nicola eine Wanderung auf die Hügel die Weidenlied umgeben, und zeigt ihnen die umliegenden Länder. Kognoskulas Geschichten über diesen Baum und jenen Felsen nehmen kaum ein Ende, doch Burth findet die Zeit um den Frieden und Landluft zu genießen und natürlich findet Xiara den Raum ihren Gelenken und ihrer Energie freien Lauf zu lassen.

Einige Tage zieht sich Kognoskula zum studieren zurück, einige Vormittage führt sie Diskussionen mit Maotus und einige Nachmittage sitzt sie murmelnd und übend im Garten - tatsächlich wächst einmal einem vorbeihüpfenden Frosch ein kleines Horn auf der Stirn. Eine fehlgeleitete, wenn auch vielversprechende, arkane Formel denkt sie sich verdutzt. Doch jeden Abend beobachtet sie aus dem Rosenpavillian den Sonnenuntergang und letztlich die Sterne bei einem entspannenden Kräuter- oder Rosenblütentee, den sie - sofern anwesend - bei einer gemütlichen Plausch mit ihren Gästen und Kindern teilt.



Kognoskula Post

Verfasst am: 11 Feb 2006 00:09
Vor dem Abmarsch der Gefährten verschwindet Kognoskula nochmal in ihrem Gemach - mitsamt der Axt, die Xiara in jüngster Vergangenheit geschwungen hat, einer Perle, einem Glas Wein und einer Eulenfeder. Als Boldran, Gilthas und Dimble bereit zum Abmarsch sind und die Rucksäcke gezurrt sind, eilt sie herbei - mit interessanten Informationen über die arkane Macht der Streitaxt.
"Hier, nehmt das hier mit, die Geheimnisse dieser Waffe wurden mir soeben offenbar. Hört:"



kaigrass Post

Verfasst am: 11 Feb 2006 09:48
"Es handelt sich um eine einfach magisch verstärkte Kriegsaxt ohne weitere verstreckte Eigenschaften."


Xiara Post

Verfasst am: 11 Feb 2006 12:14
“Gut, dann wissen wir was wir in etwa dafür verlangen können, wenn wir die Axt verkaufen. Ich nehme zumindest an, dass dies das Sinnvollste sein wird.”

Die Ruhe in Weidenlied genoss Xiara sichtlich. Auch wenn sie sich durchaus den einen oder anderen Tag weiter in ihren Waffen übte, so war sie doch auch oft auf ausgedehnten Wanderschaften unterwegs. Gut zu Fuß war die Waldelfin allemal und es war nicht einfach mit ihr Schrittzuhalten, aber sie wartete dann natürlich immer ein Stück weiter auf ihre Begleiter, wenn sie wieder einmal zu weit vorgeprescht war.

Ein wenig erstaunt war sie auch über die ganze Verwandschaft, die Kognoskula ihnen nach und nach vorstellte. “Das ist eine wirklich große Familie, Kognoskula, und alle sind so nett und freundlich.”



kaigrass Post

Verfasst am: 11 Feb 2006 15:51
Auch Burth genießt die Ruhe auf seinen Spaziergängen durch die Good Hills. Kognoskulas lebhafte Familie ist ihm manchmal sogar etwas zu anstrengend, aber dann zieht er sich mit seiner Pfeife und dem guten Kraut, dass er von einem örtlichen Kräutergärtner gekauft hat, in Kognoskulas Rosenpavillon zurück.

Tagsüber verbringt er viel Zeit im Gespräch mit einigen der älteren Handwerker des Dorfes. Ein wenig scheint er dabei seine Berufung als Burthan von Weidenlied zu vergessen und ist wieder nur Burth, der Bootsmann - wenn gleich auch ohne sein Boot.



kaigrass Post

Verfasst am: 16 Feb 2006 18:21
"5 Tage sind die anderen nun schon in Cryllor. Eine Haelfte von mir sagt, wir sollten sehen, was unsere Freunde machen, die andere Haelfte moechte noch ein paar Tage hier verweilen und Kraft tanken. Wie steht es mit euch?"


Kognoskula Post

Verfasst am: 16 Feb 2006 19:02
Kognoskula seufzt etwas wehmütig
"Nu, ich denke ich kann meine letzten Forschungen auch in der Stadt zu Ende bringen, ach ja - und ein Pergament mit einigen arkanen Vorlagen muss ich unbedingt noch anfertigen. Aber zwei Tage können wir auch noch in der Stadt verbringen, nicht wahr?"

Kognoskula reicht die Tonkanne mit dem Tee von den frischen Huflattichblättern, die Xiara heute auf ihren Erkundungen gesammelt hat an Cade weiter, der heute Abend mit seinen Kindern zu Besuch ist. Höflich schenkt Cade Burth und Xiara nach.



kaigrass Post

Verfasst am: 18 Feb 2006 17:26
Abschied aus der Heimat
So lange wie möglich hat Kognoskula es hinaus gezögert, aber nun weiß auch sie, dass die Zeit gekommen ist. Ein weiteres Mal lässt Kognoskula ihre Familie zurück, wer weiß, wann sie das nächste Mal wieder hier sein wird. Nachdem Burth ihr auf das Pony geholfen hat und selbst sein Pferd bestiegen hat, machen die beiden sich bereit, mit Xiara nach Cryllor zu ziehen, 5 Tage nachdem ihre Freunde dies getan haben.



kaigrass Post

Verfasst am: 23 Feb 2006 14:31
Die Hälfte des weges liegt hinter der kleinen Gruppe. Bald würden sie die Cryllor erreicht haben ...


Xiara Post

Verfasst am: 24 Feb 2006 08:11
Xiara hatte sich freundlich bei den netten Halblingen verabschiedet, als es schließlich Zeit war, aufzubrechen. Die kleine Pause hatte der Waldelfin gutgetan, und auch die Reise nach Cryllor versprach nicht allzu aufregend zu werden. In ihrem üblich zügigen Schritt geht Xiara neben Kognoskulas Pony her, in den Reisen der vergangenen Wochen musste sie mächtig an Ausdauer dazugewonnen haben, denn die langen Fußwege scheinen sie deutlich langsamer zu ermüden als zu Beginn.

“Ich hoffe, die anderen haben etwas erreicht, und gefunden, was sie gesucht haben.”



kaigrass Post

Verfasst am: 28 Feb 2006 22:16
Nach am frühen nachmittag erreicht die kleine Gruppe die gut besuchte Großstadt. Schon weit vor den Toren reihen sie sich in einen dichten Strom von Menschen ein. Nach längerem Warten passieren sie endlich das östliche Stadttor.

Wiedersehen in Cryllor